Chancengleichheit für jeden Studenten

November 18th, 2008

Viele Studenten wählen aus Geldnot, eine Universität mit den geringsten Studiengebühren. Die Höhe der Gebühren ist vom jeweiligen Bundesland abhängig. Diese Kluft sollte so schnellstmöglich vom Gesetzgeber beseitigt werden. Damit für Studenten eine Chancengleichheit besteht und nicht nur gutsituierte Ihre Wunschuni frei wählen können.

Noch besser wäre es, die finanzielle Hemmschwelle “Studiengebühren” ganz abzuschaffen, damit mehr Abiturienten zu einem Studium bewegt werden, aber bis so ein vernünftiger Appell durchdringt wird es wohl leider noch einige Zeit dauern – so könnten wir uns die ewige Debatte über einen akademischen Fachkräftemangel sparen.

Stenden University Berlin bietet akademische Weiterbildung an

November 18th, 2008

Die Berliner Stenden University öffnet im September 2009 offiziell Ihre Pforten. Diese private Universität bietet verschiedene Masterstudiengänge für werdende Manager an. Die akademischen Weiterbildungslehrgänge sind für Fachhochschul- und Universitätsabsolventen gedacht. Durch das Fernstudium ist die Teilnahme national und international möglich.

Als Zugangsvoraussetzung ist mindestens ein Jahr fachbezogene Berufserfahrung notwendig.

Ein Fernstudium – optimal für Quereinsteiger

November 17th, 2008

Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, sehen oftmals eine hervorragende Chance darin, ein Fernstudium zu absolvieren. Statistiken belegen, dass sich ein solches Unterfangen nicht nur in positiver Weise auf das eigene Selbstwertgefühl auswirken kann, sondern auch in hohem Maße dazu beiträgt, die individuellen Chancen um ein Vielfaches zu verbessern, im Berufsleben langfristig eine verantwortungsvollere und somit interessantere Aufgabe zu finden. So bestätigen Absolventen unterschiedlichster Fernuniversitäten immer wieder gern, wie einfach, interessant und unglaublich facettenreich die einzelnen Lernprogramme sein können. Selbstverständlich gehört stets auch eine große Portion Leistungsbereitschaft, Einsatz – und vor allem Ehrgeiz dazu, ein Fernstudium mit Erfolg zu absolvieren. Dass es aber in jedem Fall möglich ist und definitiv gelingen kann und das gewünschte Ziel schon nach einer gewissen Zeit in „greifbare Nähe rückt“, ermöglichen die vielen mit einem Fernstudium verbundenen Vorteile. Denn im Gegensatz zur klassischen Universität sind in der Regel lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, entsprechend hohe Aufwendungen müssen somit ebenfalls eingerechnet werden. Bei einem Studium an einer Fernuniversität verhält es sich hingegen völlig anders: es besteht auf der einen Seite die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung, denn der Lehrplan richtet sich weitestgehend nach den individuellen Bedürfnissen der Studenten. Darüber hinaus können die Absolventen andererseits daheim am Schreibtisch ihren jeweiligen Unterrichtsstoff lernen und so gleichzeitig den „Heimvorteil“ nutzen: man hat dadurch die Gelegenheit, den Lehrstoff den eigenen Bedürfnissen entsprechend in Ruhe zu verinnerlichen und kann diesen somit leichter „verarbeiten“. Gegebenenfalls mag sich der eine oder andere Interessent die Frage stellen, wie gut für so genannte „Quereinsteiger“ nach einem absolvierten Fernstudium die realen Chancen am Arbeitsmarkt sind. Denn bekanntlich fehlen ihnen die praktischen Erfahrungen, um die gewünschte Tätigkeit in allen Belangen zu einhundert Prozent zufriedenstellend ausführen zu können. Schulisch vermittelte Kenntnisse – und seien sie auch noch so intensiv – erweisen sich letztendlich nicht immer als ausreichend. Die ideale Option ist es demzufolge, während der Regellaufzeit eines Fernstudiums das eine oder andere beruflich spezifizierte Praktikum zu absolvieren – sofern sich dieses mit den aktuellen (beruflichen) Gegebenheiten vereinbaren lässt. In der Computer- bzw. IT-Branche hingegen bietet sich interessierten (potentiellen) Studenten eine weitaus umfangreichere Plattform, schulisches Wissen und praktische Fertigkeiten gleichermaßen anzueignen. Denn beides lässt sich freilich kontinuierlich am (eigenen) PC erlernen. Geht es allerdings beispielsweise um ein Fernstudium innerhalb der handwerklich orientierten Branche, so ist de facto Eigeninitiative gefragt. Aber mit ein wenig Einsatz und dem festen Willen, das Ziel „um jeden Preis zu erreichen“, kann der Weg in eine erfolgreiche und optimale berufliche Zukunft geebnet werden.

Studienkredite und andere Studienfinanzierungsmodelle

Oktober 30th, 2008

Im Uni-Dortmundt Weblog habe ich einen Artikel gelesen, dass bei der KFW Studienkredite von 6,29% p.a. nom. auf 7% p.a. nom. angehoben wurden. Deshalb sind die folgenden Studienfinanzierungsmodelle für Studenten eine gute Alternative.

Ein Studium heutzutage bedeutet entweder eine reiche Erbverwandtschaft im Hintergrund oder einen Job neben dem Studium. Doch das reicht kaum zum Leben und zum Lernen bleibt immer weniger Zeit. Die Folge: bevor es ins Berufsleben geht, kann es schon den ersten Nervenzusammenbruch oder Burn out geben. Fast 37 % aller Studenten halten diesen Stress nicht durch und brechen ihr Studium ab, weil diese Mehrbelastung aus Studium, Lernen, Existenzangst und Job einfach zuviel wird.

Eine Alternative ist die Aufnahme eines Studienkredites. Der Studienkredit wurde im Juli 2006 eingeführt, damit die Belastung von Studium und Job abnimmt und der Studierende die Chance hat, sich völlig auf sein Studium zu konzentrieren und dieses in der Regelstudienzeit abzuschließen, ohne sich um die Finanzierung seines Studiums Sorgen zu machen. Durchstöbert man aber das Internet nach einem passenden Studienkredit, rollt eine Lawine von Angeboten auf den Studenten zu. Alles ist unübersichtlich und am besten sollte in einen Studiengang für Betriebswirtschaft gewechselt werden.

Um sein Studium zu finanzieren, kann eine Kombination aus staatlichen Leistungen und Finanzierungsmodellen angewendet werden. Am besten sollte man sich über die in Frage kommende Kombination schon vor Beginn des Studiums, spätestens am Ende des ersten Semesters, Gedanken machen.

Folgende Kombinationen sind möglich:

• BAföG + Bildungskredit

• BAföG + Bildungskredit + Grundsicherung

• BAföG + Studienkredit

• BAföG + Studienkredit + Studienbeitragsdarlehen

• Unterhalt + Studienkredit

• Studienkredit + Grundsicherung

• Staatliches Kindergeld + Stipendium

• Studienfonds

• Als Ergänzung das Überbrückungsdarlehen

Anspruch auf Kindergeld hat jeder, der unter dem 27. Lebensjahr ist und es muss sich um ein Erststudium handeln. In diesem Fall ist es abhängig vom Einkommen des Studierenden (Höchstgrenze des monatlichen Einkommens 7.680 Euro nach Abzug von Pauschalbeträgen). Das Kindergeld wird zwar als Einkommen betrachtet, aber bei einigen Studienkrediten spielt das Einkommen keine Rolle.

Die Grundsicherung wird bei der Arbeitsgemeinschaft beantragt und umfasst die entstehenden Kosten für Warmmiete, die durch das BAföG nicht abgedeckt sind. Hier gelten die Vorschriften und Regelungen für das Arbeitslosengeld II (Hartz IV).

Bildungskredit

Diese Kreditart wird von der KfW- Bank ausgezahlt, aber Träger dieses Kredites ist das Bundesverwaltungsamt. Dort muss der Kredit auch beantragt werden, wobei das Antragsformular im Internet heruntergeladen werden kann oder bei der BAföG- Stelle abzuholen ist. Der Bildungskredit ist eine attraktive Ergänzung zum Kindergeld und dem BAföG. Darüber hinaus bietet er mehr Vorteile als andere Studienkredite.

Die Vorteile sind:

• Er wird auch an Fachschüler/ innen ausgezahlt, wenn diese BAföG berechtigt sind.

• Der Bildungskredit ist Schufa -frei. Das heißt, es wird weder die betreffende Schufa abgefragt, noch wird der Kredit in jeweilige Schufa -Liste als genommener Kredit eingetragen. Hier tritt auch die so genannte Ausfallbürgschaft oder Bundesgarantie in Kraft. Das heißt, der Staat bürgt für den Studenten.

• Die Beantragung ist bis zum 36. Lebensjahr möglich.

• Das Einkommen oder Vermögen der Eltern spielt keine Rolle bei der Vergabe des Kredites.

• Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Student den Kredit für ein Auslandsstudium erhalten. Dabei definiert sich der Begriff „Ausland“ für EU – und Nicht EU- Länder.

• Ein für das Studium notwendiges Praktikum wird als normales Semester anerkannt und während dieser Zeit wird der Bildungskredit weitergezahlt. Dabei ist es egal, ob dieses Praktikum im In- oder Ausland stattfindet.

• Der Bildungskredit ist unabhängig von dem belegten Studienfach oder der Studienrichtung.

• Es fallen keine Bearbeitungsgebühren an, die Zinsen werden festgeschrieben und eine vorzeitige Rückzahlung ist möglich, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.

• Auch ausländische Studenten können den Bildungskredit unter bestimmten Voraussetzungen erhalten.

• Die maximale Höhe des Kredites beträgt 7.200 Euro. Diese kann monatlich ausgezahlt werden zu je 300 Euro. Eine weitere Auszahlungsvariante ist eine einmalige Summe (höchstens 1.800 Euro) und weitere monatliche Beträge von 300 Euro. Doch mehr als der Maximalbetrag kommt nicht zur Auszahlung.

• Die Rückzahlung beginnt vier Jahre nach der ersten Betragszahlung. Diese vier Jahre sind tilgungsfrei.

Tipp: Den Antrag möglichst in den ersten drei Monaten des Jahres stellen. Bei dem Bildungskredit handelt es sich um ein fest vorgegebenes Budget. Das bedeutet, der zu vergebene Kredit kann nur so lange verteilt werden, wie das Budget es hergibt. Ist nicht mehr da, erhält man keinen Kredit, auch wenn man alle Voraussetzungen für die Vergabe erfüllt.

Allgemein betrachtet, bietet der Bildungskredit die besten Konditionen für die Finanzierung eines normales Fachschul- oder Hochschulstudiums. Einzige Nachteile sind der geringe monatliche Auszahlungsbetrag wie die Budgetregelung.

Studienkredit

Studienkredite gibt es wie Sand am Meer, aber alle haben eins gemeinsam, sie werden nur im Rahmen eines Hochschulstudiums vergeben. Aus dieser Flut von Krediten den besten heraus zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen. Sehen auf den ersten Blick alle Kredite gleich aus, so unterscheiden sich die verschiedenen Studienkredite gewaltig und können sehr unsichere Konditionen haben. Bevor ein Studienkredit bei der Hausbank aufgenommen wird, sollte der Studienkredit der KfW- Bank näher betrachtet werden.

Dieser Studienkredit ist ein staatliches Förderprogramm und in den Konditionen äußerst durchdacht. Da die KfW- Bank aber keine Zweigstellen hat, wird der Kredit der KfW- Bank über die jeweilige Hausbank vertrieben zu unterschiedlichen Bedingungen. Jedoch kann die Zinszahlung und der Rückzahlungsbetrag auf 10 Jahre festgeschrieben werden. Der Rückzahlungsbetrag beträgt dabei mindestens 20 Euro.

Das klingt ganz gut, darum sollte man sich die Vor- und Nachteile jedes Kredites ansehen und eine Liste der individuellen Bedingungen an einen Kredit anfertigen. Mit dieser Liste empfiehlt es sich zu einem unabhängigen Finanzberater zu gehen und mit diesem dann zwei bis drei potentielle Kredite heraus zu suchen.

Hier die Vorteile eines Studienkredites:

• Der Kredit wird unabhängig von dem Einkommen und Vermögen der Eltern vergeben.

• Der monatliche Auszahlungsbetrag ist variabel und kann frei gewählt werden. Er liegt zwischen 100 bis 650 Euro und dieser Betrag kann bis zum zehnten Semester ausgezahlt werden, also fünf Jahre lang.

• Es besteht die Möglichkeit, neben dem Studienkredit auch das BAföG zu beantragen.

• Die Zinsen sind meistens auf Jahre fest geschrieben und damit unabhängig von den Zinsschwankungen auf dem Kreditmarkt.

• Die Zeiträume für die Rückzahlung sind mitunter sehr großzügig.

• Außerplanmäßige Rückzahlung müssen mindestens 100 Euro betragen und sind zu zwei Terminen im Jahr möglich.

• Es ist problemlos möglich, während der Auszahlungsphase das Studienfach zu wechseln. Doch damit tritt keine Verlängerung der Auszahlung über die zehn Semester in Kraft.

Und nun die Nachteile eines Studienkredites:

• Ein Studienkredit, der nicht richtig durchdacht ist, kann sich schnell als Schuldenfalle entpuppen. Denn Zinsen und Tilgung können schnell zu einem beachtlichen Schuldenberg anwachsen.

• Hohe Auszahlungsbeträge haben meistens auch hohe und variable Zinsen.

• Schon ein bis zwei Jahren nach Studiumende muss mit der Rückzahlung begonnen werden, also in einer Phase, wo Berufsanfänger noch nicht soviel verdient.

• Eine Zinsstundung während der Auszahlungsphase wie beim Bildungskredit wird bei vielen Krediten nicht angeboten.

• Es darf keinen Eintrag in der Schufa sein, sonst wird ein Bürge gefordert. Der Studienkredit wird in die Schufa eingetragen. Das bedeutet, der Weg in eine mögliche Selbständigkeit könnte sich schwierig gestalten.

• Manche Banken fordern zusätzliche Sicherheiten. Eigentlich utopisch, woher soll ein Student Sicherheiten haben, dann bräuchte er den Kredit doch gar nicht.

• Eine vorzeitige Rückzahlung kommt bei den meisten Kreditinstituten kaum in Frage.

• Es fallen Bearbeitungsgebühren an. Nur bei dem Studienkredit der KfW- Bank sind sie in einer Höhe von 238 Euro festgelegt und werden vorfinanziert.

• Bei Beantragung darf das 31. Lebensjahr noch nicht vollendet sein, obwohl da auch noch Ausnahmeregelungen möglich sind. So können bereits absolvierte Semester auf das Lebensalter angerechnet werden.

Worauf man achten sollte bei einem Studienkredit:

• Der Berater will nicht nur den Kredit an den Mann bzw. Frau bringen, sondern geht alle Eventualitäten mit dem Studierenden durch. Das schließt dann auch eine Versicherung bei Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit ein, die man unbedingt abschließen sollte.

• Zusätzliche Sicherheiten müssen nicht erbracht werden.

• Der Kredit ist nicht zweckgebunden, das bedeutet, der Studierende kann frei entscheiden, wofür er den Kredit verwendet.

• Der Zinssatz sollte festgeschrieben werden wie die Zinsstundungen in der Auszahlungsphase. Während des Auszahlungszeitraumes ist der Zinssatz niedriger, als später in der Rückzahlungsphase.

• Die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung muss eingeräumt werden. Wenn es geht, ohne die beliebten Bearbeitungsgebühren.

So ein Studienkredit sollte gut durchdacht sein und an die individuellen Bedürfnisse des Studierenden angepasst werden. Das setzt eine vernünftige Planung voraus.

Studienbeitragsdarlehen

Wenn ein Studienkredit nun doch nicht das Wahre ist und nur die Studiengebühren zu hoch sind, wäre eventuell ein Studienbeitragsdarlehen genau das Richtige. Studiengebühren wurden zwischenzeitlich vom Bundesland Hessen wieder abgeschafft, weil unter anderem die Zahl der Studienabbrecher aus finanziellen Gründen seit der Einführung der Studiengebühren stark angewachsen ist.

Bei Studienbeiträgen in anderen Bundesländern (bis zu 500 Euro pro Semester) ist das Förderprogramm des „Studienbeitragsdarlehen“ der Länder und der KfW- Bank durchaus attraktiv. Es kann zusammen mit anderen Förderprogrammen in Anspruch genommen werden, wenn es sich bei dem Studium, um ein nach der BAföG- Ordnung anerkanntes Hochschulstudium handelt.

In allen Bundesländern gilt eine Altersobergrenze, die aber unterschiedlich ist hoch ist. In Bayern und im Saarland darf man nicht älter als 40 Jahre sein, bei der Antragstellung. Im NRW sieht die Altersgrenze ein Alter von 60 Jahren vor, alle anderen Bundesländer dagegen haben eine Altersobergrenze von 35 Jahren.

Tipp: die Altersgrenze kann wegen Pflege naher Familienangehöriger oder Erziehung der Kinder nach hinten verschoben werden. Dazu muss nur ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Für das Darlehen werden Zinsobergrenzen festgelegt. Jedes Semester muss der Antrag neu gestellt werden (außer im NRW), zu diesem Zeitpunkt werden auch für das jeweilige Semester die Zinsobergrenzen festgeschrieben. Im NRW gelten die Zinsgrenzen für den ganzen Bewilligungszeitraum. Momentan liegen diese Grenzen zwischen 5,9 % bis 7,9%. Man kann das Darlehen für die Regelstudienzeit plus vier Semester erhalten. Doch aufgepasst! Es werden alle jemals absolvierten Hochschulsemester in die Berechnung einbezogen. Das heißt, wurden bereits drei Semester vor vier Jahren studiert, so fallen diese voll in die Berechnung des Zeitraums hinein und von den 8 Semestern (Regelstudienzeit) bleiben ganze 5 Semester übrig. Für diese fünf Semester erhält man dann das Darlehen.

Die Zinsen werden bis zu Beginn der Rückzahlungsphase von allen Ländern gestundet. Zwischen Studium und Rückzahlung liegt die Karenzzeit, diese beträgt in allen Ländern 24 Monate, nur in Bayern ist sie kürzer mit 18 Monaten. Die Rückzahlung ist an die Schuldenobergrenze wie ein Mindesteinkommen gekoppelt.

Die Schuldenobergrenze ist eine festgelegte Summe von 15.000 Euro (im NRW von 10.000 Euro). Dazu wird aus dem BAföG- Darlehen und den Gesamtschulden des Studienbeitragsdarlehens eine Gesamtsumme gebildet. Ist diese Summe höher als die Schuldenobergrenze, wird die darüber gehende Summe erlassen. Unterschiede gibt es bei dem Zeitpunkt, wann diese Schuldenobergrenze festgelegt wird. Hamburg, NRW und Niedersachsen beziehen den Zeitpunkt der Festsetzung der Schuldenobergrenze auf den Beginn der Rückzahlung (dadurch sollen eventuell noch entstehende Zinsen oder Schulden berücksichtigt werden).

Das Mindesteinkommen bezieht sich auf die Richtlinie für Nettoeinkommensregelungen laut der BAföG – Rückzahlung. Eine Rückstellung von der Darlehensrückzahlung wegen zu geringen Einkommens muss rechtzeitig beantragt werden. Die Höhe der Mindestrate beläuft sich auf einen Betrag von 20 Euro bis 50 Euro je nach Land.

Eine Schufa Auskunft wegen des Kredites erfolgt nicht. Doch der Antrag auf das Darlehen kann wegen Privatinsolvenz oder eidesstattlicher Versicherung abgelehnt werden. Das Darlehen wird direkt an die Hochschule ausgezahlt, da es ja zweckgebunden ist.

Tipp: Kaum jemand weiß, dass bei den Hochschulen auch ein völliger Erlass der Gebühren beantragen werden kann, und zwar auf Grund der Härtefallregelung. Das betrifft Studenten mit Kindern im Haushalt, Studenten mit besonders guten Leistungen oder wenn man als Student in ein offizielles Gremium gewählt wurde.

Studienfonds

Diese Variante der Studienfinanzierung ist in Deutschland relativ unbekannt. Bildungs- oder Studienfonds zählen zwar unter Studienkredite, doch sie bilden trotzdem eine Besonderheit in ihrer Art der Finanzierung, darum werden sie extra aufgeführt. Hervorzuheben ist ihre Sozialverträglichkeit für den Studenten, wie die Anpassung an die Lebenssituation des Studierenden. Weiter wird nicht nur eine finanzielle Unterstützung angeboten, sondern auch Lernhilfen in speziell auf den Studenten zugeschnittenen Programmen, während des Studiums und bei der Jobsuche.

Bei Studienfonds handelt es sich nicht um einen Kredit im klassischen Sinne durch die Bank als Kreditgeber. Bei den Fonds stellen Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen das erforderliche Kapital bereit, indem sie Anteile von dem Fond kaufen. Mit diesem Geld werden nun ausgewählte Studenten unterstützt. Nach ihrem Studium zahlen diese Studenten dann einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens zurück in den Fond. Da es spezielle Studienfonds für bestimmte Hochschulen gibt, sollte man sich die notwendigen Informationen über mögliche Studienfonds von dem Studentenwerk an jeder Hochschule einholen.

Vorteile sind:

• die elternunabhängige Förderung,

• die Hochschulart ist uninteressant (staatlich oder privat), es muss sich nur um einen staatlich anerkannten Abschluss handeln.

• Besondere Studienumstände werden berücksichtigt. So kann eine Promotion oder ein weiterführendes Studium ebenso gefördert werden wie ein komplettes Auslandsstudium.

• Die Finanzierungsentscheidung beruht nicht auf der finanzielle Entscheidung, sondern wird rein leistungsbezogen getroffen. Das bedeutet, wer zielstrebig und erfolgreich sein Studium absolviert und sich in dem Auswahlverfahren als leistungsorientiert beweist, hat sehr gute Aussichten auf maximal 1.000 Euro monatlich aus dem Fond.

• Es gibt keine Schulden beim Start ins Berufsleben und die Rückzahlung entfällt völlig, wenn derjenige arbeitslos ist. Die Rückzahlung ist also einkommensabhängig. Man zahlt immer einen bestimmten Prozentsatz seines Bruttoeinkommens für einen gewissen Zeitraum zurück in den Fond. Dabei wird darauf geachtet, dass die Rückzahlung immer sozial verträglich bleibt.

• Der Studierende kann sich zu jedem Zeitpunkt seines Studiums bewerben.

• Über den Fond werden Workshops, Praktika, Karriereprogramme und Jobs vermittelt. Das wird realisiert durch ein Netzwerk von Unternehmen, die auch gern mit Informationen zu dem Studium zur Verfügung stehen.

Es gibt drei Nachteile:

1. das Auswahlverfahren ist umfangreich und mehrstufig.

2. nur wenige Studenten bekommen die Möglichkeit, durch den Fond gefördert zu werden. Die Auswahl erfolgt rein nach leistungsbezogenen Auswahlkriterien.

3. Es kann passieren, dass mehr zurückzahlt wird, als der Student aus dem Fond erhalten hat, da sein Einkommen sehr hoch ist.

Besonders empfehlenswert sind die Bildungsfonds der deutschen Bildung und von CareerConcept AG. Die Initiativen wurden mehrfach ausgezeichnet, weil sie transparent und klar strukturiert sind.

Stipendium

Diese Form der Studienfinanzierung ist bekannter, gerät aber langsam in Vergessenheit bzw. wird gleich verworfen, weil die Auswahl eng an bestimmte Bedingungen wie Studienrichtung, herausragende Leistungen geknüpft war. Mittlerweile sieht das besser aus. Stipendien sind zwar zum großen Teil an bestimmte Studienrichtungen geknüpft, doch zu den Vergabekriterien gehören nun auch:

- soziale Benachteiligung,

- wenn sehr gute Leistungen oder eine Begabung vorliegen,

- oder wer im engen Zusammenhang zu der Stiftung steht (also bei einer kirchlichen Stiftung zu deren Glauben angehört).

Wie bei den Studienfonds muss man ein Auswahlverfahren durchlaufen. Das Grundstipendium beträgt 525 Euro plus 80 Euro Büchergeld im Monat und ist abhängig deinem eigenen wie von dem Einkommen der Eltern. Wird promoviert, so werden ein Betrag von 925 Euro im Monat plus 100 Euro Forschungspauschale ausgezahlt. Es lohnt sich also bei dem zuständigen Studentenwerk nähere Informationen über mögliche Stipendien einzuholen, da ein Stipendium nicht zurück gezahlt werden muss.

Studienabschluss- und Überbrückungsdarlehen

Diese Förderung ist sehr jung und dem entsprechend unbekannt. Dieses Darlehen wird für Härtefälle gezahlt, zum Beispiel wenn sich die BAföG- Stelle wieder einmal zu lange Zeit lässt mit der Bearbeitung oder kurz vor dem Ende des Studiums der Kredit ausläuft. Ob das Darlehen zurück gezahlt werden muss, wird von Fall zu Fall entschieden. Zuständig ist das Studentenwerk des jeweiligen Landes und das Darlehen soll akute, finanzielle Notlagen überbrücken helfen. Diese müssen natürlich auch nachgewiesen werden. Einziger Nachteil, es muss einen Bürgen gestellt werden.

Damit wurden die aktuellen Studiumsfinanzierungsmodelle vorgestellt. Einige dürften nicht so bekannt gewesen und neugierig auf mehr Informationen gemacht haben. Anlaufstellen für nähere Auskünfte sind die Studentenwerke in Deutschland, das Bundesministerium für Bildung und Forschung oder die jeweils zuständigen BAföG- Stellen.

Vor- und Nachteile für Fernstudenten

Oktober 30th, 2008

Personen, die sich dazu entschließen, ein Fernstudium zu absolvieren, sollten bedenken, dass eine solche Art der Weiterbildung nicht nur Vorteile, sondern unter Umständen auch den einen oder anderen Nachteil mit sich bringen könnte. Allerdings überwiegt die Zahl der Argumente, die für ein Studium an einer Fernschule sprechen, in jedem Fall. In erster Linie ist diesbezüglich z. B. der Aspekt der freien Zeiteinteilung zu nennen, denn die Studenten können hierbei in der Regel selbst festlegen, wann sie das Studium beginnen wollen, da sie sich weder an einen Schuljahresbeginn noch an einen festen Termin zum Semesteranfang binden müssen. Ein weiteres Argument, das für ein Fernstudium spricht, ist selbstverständlich auch, dass Studierende ihr Lerntempo völlig frei bestimmen können. Selbst für den Fall, dass zum Lernen mehr Zeit benötigt wird, als normalerweise üblich, so fallen bei den meisten Fernuniversitäten, die es hierzulande gibt, keine zusätzlichen Studiengebühren an. (Entsprechende Vorab-Infos sind auf den Internetseiten der Anbieter bzw. in einschlägigen Fachzeitschriften et cetera ersichtlich.) Wird die Qualifizierungsmaßnahme an der Fernschule in Form eines „Teilzeitstudiums“ absolviert, so haben die (berufstätigen) Studenten nicht einmal einen Verdienstausfall zu befürchten. Denn durch die freie Zeiteinteilung sowie die damit einhergehende Unabhängigkeit ist das Lernen daheim zu jeder beliebigen Zeit durchführbar. Aber im Gegensatz zu den damit verbundenen Annehmlichkeiten ist es für den einzelnen Studenten mitnichten immer einfach, sich – beispielsweise zu individuell festgelegten Zeiten – den Lehrbüchern mit vollem Einsatz zu widmen: Fakt ist, dass das Lernen in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten in der Regel weitaus mehr Freude machen kann, als allein mit den Büchern bzw. dem Computer zu arbeiten. Somit besteht nicht zuletzt die Gefahr, dass die Motivation bei einem Studium an einer Fernuniversität nicht immer gleich hoch sein wird…. Die „studentischen Bindungen“, wie sie beispielsweise beim klassischen Präsenzstudium zumeist gegeben sind, fehlen bei einem Fernstudium oftmals ganz. Letzteres ist allerdings nicht der Fall, wenn die Möglichkeit einer Online-Kommunikation gegeben ist bzw. genutzt wird. Die Zahl der Fernschulen, die sich verstärkt solcher zukunftsorientierter Kommunikationsformen bedienen, steigt jedoch kontinuierlich, so dass sich vermehrt auch kleinere (Online-)Lerngruppen bilden werden. Ein Grund mehr, sich bereits vor dem Einschreiben an einer Fernschule darüber im Klaren zu sein, wie wichtig Durchhaltevermögen und Disziplin in dieser Hinsicht sind. Zahlreiche Fernuniversitäten offerieren zwar vermehrt die Option, in regelmäßigen Abständen an so genannten Präsenztagen teilzunehmen und sich dabei mit Dozenten, Betreuern sowie den übrigen Studenten auszutauschen, aber diese Veranstaltungen werden mitunter nicht immer wohnortnah durchgeführt, sondern stattdessen sind lange Wege in größere, weiter entfernte Städte in Kauf zu nehmen.

Ein Fernstudium fördert das Selbstvertrauen

Oktober 30th, 2008

Personen, die sich dazu entschließen, ein Fernstudium zu absolvieren, sollten bedenken, dass eine solche Art der Weiterbildung nicht nur Vorteile, sondern unter Umständen auch den einen oder anderen Nachteil mit sich bringen könnte. Allerdings überwiegt die Zahl der Argumente, die für ein Studium an einer Fernschule sprechen, in jedem Fall. In erster Linie ist diesbezüglich z. B. der Aspekt der freien Zeiteinteilung zu nennen, denn die Studenten können hierbei stets selbst festlegen, wann sie das Studium beginnen wollen, da sie sich weder an einen Schuljahresbeginn noch an einen festen Termin zum Semesteranfang binden müssen. Ein weiteres Argument, das für ein Fernstudium spricht, ist selbstverständlich auch, dass Studierende ihr Lerntempo völlig frei bestimmen können. Selbst für den Fall, dass zum Lernen mehr Zeit benötigt wird, als normalerweise üblich, so fallen bei den meisten Fernuniversitäten, die es hierzulande gibt, keine zusätzlichen Studiengebühren an. (Entsprechende Vorab-Infos sind auf den Internetseiten der Anbieter bzw. in einschlägigen Fachzeitschriften et cetera ersichtlich.) Wird die Qualifizierungsmaßnahme an der Fernschule in Form eines „Teilzeitstudiums“ absolviert, so haben die (berufstätigen) Studenten nicht einmal einen Verdienstausfall zu befürchten. Denn durch die freie Zeiteinteilung sowie die damit einhergehende Unabhängigkeit ist das Lernen daheim zu jeder beliebigen Zeit durchführbar. Aber im Gegensatz zu den damit verbundenen Annehmlichkeiten ist es für den einzelnen Studenten mitnichten immer einfach, sich – beispielsweise zu individuell festgelegten Zeiten – den Lehrbüchern mit vollem Einsatz zu widmen: Fakt ist, dass das Lernen in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten in der Regel weitaus mehr Freude machen kann, als allein mit den Büchern bzw. dem Computer zu arbeiten. Somit besteht nicht zuletzt die Gefahr, dass die Motivation bei einem Studium an einer Fernuniversität nicht immer gleich hoch sein wird…. Die „studentischen Bindungen“, wie sie beispielsweise beim klassischen Präsenzstudium zumeist gegeben sind, fehlen bei einem Fernstudium oftmals ganz. Letzteres ist allerdings nicht der Fall, wenn die Möglichkeit einer Online-Kommunikation gegeben ist bzw. genutzt wird. Die Zahl der Fernschulen, die sich verstärkt solcher zukunftsorientierter Kommunikationsformen bedienen, steigt jedoch kontinuierlich, so dass sich vermehrt auch kleinere (Online-)Lerngruppen bilden werden. Ein Grund mehr, sich bereits vor dem Einschreiben an einer Fernschule darüber im Klaren zu sein, wie wichtig Durchhaltevermögen und Disziplin in dieser Hinsicht sind. Zahlreiche Fernuniversitäten offerieren zwar vermehrt die Option, in regelmäßigen Abständen an so genannten Präsenztagen teilzunehmen und sich dabei mit Dozenten, Betreuern sowie den übrigen Studenten auszutauschen, aber diese Veranstaltungen werden mitunter nicht immer wohnortnah durchgeführt, sondern stattdessen sind lange Wege in größere, weiter entfernte Städte in Kauf zu nehmen.