Welche Weiterbildungsform kommt in Frage? Sollen bestehende Fachkenntnisse „lediglich“ aufgefrischt werden, oder steht stattdessen in erster Linie die Intensivierung bzw. die Erweiterung der Qualifikationen des bereits bestehenden Hochschulabschlusses im Vordergrund? Die Möglichkeiten, die ein Fernstudium an sich bieten kann, sind also in der Tat sehr vielfältig. Denn sowohl als so genanntes grundständiges Studium, als auch als postgraduales Studium kann eine solch‘ qualifizierte Weiterbildung in Anspruch genommen werden. Übrigens wurden – insbesondere in den letzten Jahren – selbst an Hochschulen vermehrt gesonderte Fernstudienlehrgänge angeboten. Statistiken zufolge wird sich diese Form des Studiums wohl auch in Zukunft einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen. Personen, die sich für eine qualifizierte Weiterbildung in Form eines Fernstudiums interessieren, profitieren unter anderem auch von dem Umstand, dass der Abschluss eines Studiums an einer Fernschule dem Ausbildungsziel eines klassischen Präsenzstudiums gleichgesetzt wird. Aber nicht nur das: auch die Möglichkeit des Master- oder des Bachelorabschlusses ist bei einem Fernstudium in vollem Umfang gegeben. Im Zusammenhang mit einem Fernstudium wurden in der jüngsten Vergangenheit sogar virtuelle Bildungsportale sowie spezifische Hochschul-Modelle eingeführt, mit denen auf der einen Seite ein „virtueller Support“ für Studierende, die sich in einem Präsenzstudium bilden wollen, gewährleistet werden kann. Andererseits stellen diese Angebote ebenfalls eine optimale Unterstützung für Fernstudierende dar. Ganz offensichtlich ist die Methode des Fernstudiums demnach nicht nur aus traditioneller Sicht ein echter Gewinn für interessierte Personen und konnte sich deshalb in unserer Gesellschaft ihren festen Platz sichern, sondern es stellt zudem in jeder Hinsicht auch eine sehr zukunftsorientierte Qualifizierungsform dar. Trotz aller Vorzüge und den damit für die Studenten gegebenen Berufschancen sollte sich ein jeder Interessent vor dem Einschreiben an einer Fernuniversität der Tatsache bewusst sein, dass ein sehr hohes Maß an Disziplin, Eigeninitiative und Ehrgeiz vorhanden sein sollte – verbunden mit dem unbedingten Willen, die Weiterbildungsmaßnahme mit Erfolg abzuschließen. Sicherlich: ein Fernstudium ist eine sehr flexible und moderne Variante der fachlichen Qualifizierung, jedoch rechtfertigt diese „Flexibilität“ in keiner Weise eine „lockere“ Einstellung zum Lernen selbst. Im Gegenteil, denn aufgrund der Tatsache, dass der Studierende zumeist allein lernen wird, ist der Aspekt der Motivation im Vergleich zum Präsenzstudium weitaus geringer vorhanden. Als Faustregel gilt übrigens, dass bei einem Fernstudium, das auf „Vollzeitbasis“ durchgeführt werden soll, mindestens ein wöchentlicher Zeitaufwand von 40 Stunden (und mehr) aufgebracht werden muss, um die Lernziele innerhalb der Regelstudienzeit bewältigen zu können. Studenten mit Kind(ern), Berufstätige oder Personen mit einem besonderen Handicap, die z. B. aus Zeitgründen kein Vollzeitstudium ausüben können, kalkulieren prinzipiell einen zeitlichen Aufwand von mindestens 20 Stunden pro Woche ein.
Berufliche Chancen nach einem Fernstudium
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